Hersteller preiswerter Schwenk- und Linearantriebe erkennen in der Photovoltaik einen nachhaltigen Absatzmarkt ihrer Produkte. Gerne will man seine Produkte überall dort eingesetzt sehen, wo Sonnenkollektoren elektromotorisch dem Stand der Sonne nachgeführt werden sollen. Gerade in der Photovoltaik fällt der Verkauf vergleichsweise leicht. Erstens liegen die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer Nachführung auf der Hand: Eine im Tagesverlauf verbesserte Energieausbeute und kalkulierbare Mehrerträge. Zweitens erfolgt der Einkauf der Solartracker und der in ihnen verbauten Schwenk- und Linearantriebe oft durch Antriebstechnik-Laien aus dem Finanzbereich oder der Elektrotechnik. Das erspart dem Hersteller pingelige Nachfragen und peinliche Diskussionen. Es entscheidet allein der Kaufpreis – zweifelsohne eine Stärke klassischer Schwenk- und Linearantriebe. Eine fatale Situation. Erstens werden die absehbaren Folgekosten der Verwendung im Prinzip ungeeigneter Antriebskomponenten bemäntelt, weil es den langfristigen Absatz von Ersatzteilen sicherstellt. Zweitens bleiben die damit verbundenen Kosten intransparent, weil die Frage des Ersatzteilbeschaffungs- und Montageaufwands nicht ausreichend erörtert wird. Man flüchtet sich in den Glauben an Garantiezusagen sowie namhafte Prüfsiegel und hofft, am Ende zahle “die Versicherung”. Drittens wird auf diese Weise seit Jahren die an sich gute Idee der Nachführung in Verruf gebracht, weil es an kreativer Ingenieurleistung fehlt, endlich preiswerte Alternativen zu schaffen, die der Sache gerecht werden. Das Folgende sei daher Einkäufern und Versicherern als Leitfaden an die Hand gegeben. mehr »