Motek 2007: Unsere Entwicklungen suchen Ihresgleichen!
Die Motek hat uns 2007 großen Spaß gemacht. Der Gang über die Messe hat gezeigt, daß wir mit unseren Entwicklungen im Bereich Hubgetriebe / Aktuatoren sehr gute Arbeit leisten. Bei Besuchen der Hersteller konnten wir uns vor allem mit unseren technischen Konzepten zum Thema “Nennlast = dynamische Belastbarkeit” profilieren. Im Mittelpunkt unserer Gespräche stand das Thema Schmierung – ein vernachlässigtes, aber sehr entscheidendes Maschinenelement. Daneben haben wir spannende Gespräche über unsere mechatronischen und mechanischen Lösungen zur Beherrschung der sicherheitsrelevanten Lebensdauerproblematik von Trapezgewindespindeln und zu unseren Entwicklungen zur Berechnung der Belastbarkeit von Axialrillenkugellagern geführt.
Schmierung – ein nicht selten unterschätztes Maschinenelement
Bei dem von uns entwickelten Hubsystem mit abgedichtetem Schneckengetriebe haben wir vorgesehen, die Schmiermittelart je nach Anwendungsart festzulegen und sie auf den Anwender zugeschnitten vorschreiben zu können. Auf diese Weise kann je nach Anwendung eine ideale Einzellösung gefunden werden, ohne deren Funktionsfähigkeit durch die Verwendung falscher Schmiermittel seitens der Anwender gefährdet sehen zu müssen. Ein zentraler Baustein des Systems ist deshalb die von uns erarbeitete Schmierstoffliste, in der je unterschiedliche Anwendungsfälle, angefangen beim normalem Maschinenbau bis hin zu Reinraum-, Hochvakuum-, Hochtemperatur- oder Tieftemperaturanwendungen vorgesehen sind. Unser Konzept sieht vor, Wälzlager, Schneckentrieb und Wellendichtringe in der hydrodynamischen Schmierung mit entsprechenden Grundölviskositäten ausgewählt nach Temperatur und Geschwindigkeit laufen zu lassen. Dabei kommen je nach Anwendungsfall synthetische oder mineralische Schmierstoffe zur Anwendung. Für Trapezgewindespindeln, die in der Grenzreibungs-Schmierung laufen, haben wir jeweils Schmiermittel spezifischer Haftung mit adäquaten Festschmierstoffanteilen und mit besonderer Kriechfähigkeit des Grundschmierstoffen vorgesehen. Für Kugelgewindetriebe in der gemischten Roll – und Gleitreibung, bei denen insbesondere in den Umkehrpunkten eine gefährliche Reibung der Kugeln aneinander auftritt, haben wir Schmierstoffe angespaßter Grundölviskosität mit besonderer Additiv – Zusammensetzung vorgesehen. Diese setzen die Beschädigung der Kugeloberflächen in den Umkehrpunkten deutlich herab. Bei allem Schmieren jedoch nicht zu vergessen: Besonderen Wert ist auf die richtige Einstellung der Wälzlager auf Vorspannung zu legen, was zur Lebensdauer und Betriebssicherheit unserer Entwicklungen entscheidend beiträgt.
Mechatronische und mechanische Sicherung
Die Lebensdauer von Trapezgewindespindeln ist bis heute nicht vorausberechenbar, weshalb wir für unseren Kunden nicht nur patentierte integrierte Sicherheitsfangmutternsystem für Zug und Druck entwickelten, sondern auch in Zusammenarbeit mit einem Partner ein mechatronisches Überwachungssystem entwickelten, das bisher einzigartig am Markt ist, aber normalerweise in jedes Hubsystem standardmäßig eingefügt sein sollte, dass einer bestimmten Sicherheit für Mensch und Maschine genügen muss. Auf der Motek 2007 haben wir keine vergleichbaren Produkte gefunden.
Lebensdauer und Belastbarkeitsberechnungen für Axialrillenkugellager und Trapezgewindespindeln
Die Verwendung von Axialrillenkugellagern in Hubgetriebesystemen ist gemäß “Schulmaschinenbau” nicht zulässig. „Axialrillenkugellager sollten radial nicht belastet werden”, lautet der ausdrückliche Hinweis in der Fachliteratur. Dennoch werden sie aber seit Jahrzehnten dennoch angewendet. In Millionen von im Einsatz befindlichen Hubgetrieben auf der ganzen Welt werden Axialrillenkugellager radial belastet.
Wir haben daher für uns intern eine Formel entwickelt, nach der wir die radiale Belastbarkeit von Axialrillenkugellagern ermitteln. Die Anwendung dieser Formel setzt allerdings ganz bestimmte Bauformen und Hersteller von Axialrillenkugellagern voraus. Unser Wunsch für die Zukunft geht dahin, daß für die Berechnung der Lebensdauer von Trapezgewindespindeltrieben und für die radiale Belastbarkeit von Axialrillenkugellagern allgemein zugängliche Formeln entwickelt werden.
Die Motek 2007 hat uns gezeigt, dass wir zeitgemäße, hochwertige und leistungsfähige Systeme entwickeln und in Kooperation mit unseren Partnern auch herstellen können – dank unserer Erfahrung in der Produktentwicklung und dank der Verwendung modernster Software zur Berechnung und Auslegung von Getrieben.
Anmerkung zum Bild: robotergeschorenes Schaf auf der Motek.